„Integration durch Sport“ – die Rotary Clubs der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen engagieren sich beim TSV 1846 und SC Victoria

13.05.2017

Miteinander sich beim Sport näherkommen – ohne Rücksicht auf Herkunft, Mentalität, Religion oder Sprachbarrieren – das war das Motto. Erstmalig hatten zehn Rotary Vereine aus Nürnberg, Fürth und Erlangen gemeinsam einen Sporttag für junge Flüchtlinge finanziert.

Jürgen Franzke stellte in seiner Eigenschaft als Vorstand des TSV 1846 - verantwortlich mit seinem Team für die Organisation und Durchführung des Sporttages – die Mitstreiter vor: den SC Victoria mit Vorstand Gerhard Pfob, sowie den Sportservice der Stadt Nürnberg mit Leiter Jürgen Thielemann und Andrea Ackermann, die diesen Tag wesentlich mitorganisiert hatte. Des weiteren Mitglieder und Mitgliederinnen verschiedener Rotary-Clubs der Region, die sich für diesen Tag als Coaches engagierten. Der Sport begann mit Taekwondo und Badminton in der Halle der „46er“, Fußball, Rugby und Beachvolleyball wurden auf dem Gelände des SC Victoria gespielt, das nur etwa 500 Meter entfernt lag. Es machte Freude, mit anzusehen, mit welchem Engagement die jungen Sportler bei Taekwondo Schlagkombinationen versuchten, oder bei Badminton erstmals in ihrem Leben einen Federball-Schläger in der Hand hatten.

Die jungen Sportlerinnen und Sportler erhielten Stempelkarten, auf denen die Sportarten verzeichnet waren. Ab 6 Stempel gab es dann Verpflegung und eine Trinkflasche als kleine Belohnung. Mit Basketball in der Halle des TSV 1846 ging der Tag um 15 Uhr zu Ende, etwa 150 Kinder und Jugendliche wurden bei den verschiedenen Sportarten gezählt. Der Vorstand bedankte sich ausdrücklich bei allen für diese tolle Unterstützung des Flüchtlings- und Jugend-Breitensports. So konnte wieder jungen Menschen der Sport nahe gebracht werden, bei dem man, ganz ohne sprachliche Probleme, sich kennenlernt und näher kommt - womit ein Beitrag zur Integration in unsere Gesellschaft geleistet wird.

Sportbeutel für junge Flüchtlinge

Frieden- und Konfliktprävention gehört mit zu den wichtigsten Zielen der Serviceorganisation Rotary International. Die Stiftung Foundation, „Rotarys starker Arm“, ist für die Einnahme und Verteilung der Spendengelder zuständig und feiert in diesem Jahr 100. Geburtstag. Grund genug für die Rotary Clubs in der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen, nicht nur einen Sporttag für Flüchtlinge zu organisieren, sondern auch dafür zu sorgen, dass die Sportler mit entsprechendem Schuhwerk und Sportkleidung für ihre Trainingseinheiten bei den Sportvereinen ausgestattet werden. Am 21. Juli 2017 wurden in der Sporthalle des TSV 1846 (Fuggerstraße 9) Sportbeutel an Flüchtlinge übergeben, damit sie in ihrer jeweiligen Lieblingssportart gut ausgestattet an den Start gehen können. Die Backpacks waren mit Hallen-/Fußball- oder Basketballschuhen und Sportsocken sowie mit Sportkleidung, bestehend aus Sporthose und Sport-Shirt, passend sortiert nach Größen und Geschlecht, gefüllt. Insgesamt haben Rotarierinnen und Rotarier der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen dem TSV 1846 und dem SC Victoria 50 Backpacks zur Verfügung gestellt, weitere 20 Sportbeitel wurden bereits an Basketballer bei Post SV Nürnberg übergeben. Die rotarische Idee hinter diesem Projekt ist es, den Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Trainings ihrer Lieblingssportart die Möglichkeit zu bieten, Teamgeist zu entwickeln, kulturelle Unterschiede kennenzulernen und spielerisch die Sprache ihrer neuen Heimat zu erlernen und dabei neue Freunde zu finden.

Bericht: Dr. Jürgen Franzke

1. Vorstand TSV 1846 Nürnberg